In Schwabenheim gibt es eine Anzahl von sehenswerten Objekten.
Der Marktplatz, übrigens der größte in Rheinhessen, ist zentraler Punkt. Er ist umgeben von historischen
Gebäuden aus dem 18. Jahrhundert. Zu nennen ist hier vorallem das Rathaus mit Laubenhalle, dass um das
Jahr 1742 erbaut wurde. Augenmerk sollte man hier auf das kurpfälzische Löwenwappen über dem Eingang legen.
In direkter Nachbarschaft finden wir den gußeisenen Marktbrunnen der im Rahmen des Ausbaus
der öffentlichen Wasserversorgung um das Jahr 1890 entstanden ist. Die Figur des Brunnens wird liebevoll
"Paulchen" genannt. Sie steht in einem kreisrunden Becken.
Wer sich den Brunnen genauer anschaut wird viele liebevolle Details entdecken.
Immer zu Ostern verwandelt sich der Marktbrunnen in den
Schwabenheimer Osterbrunnen.
Dann zieren über 1.000 Ostereier in bunten Farben das "Paulchen".
Das größte Gebäude ist die evangelische Kirche. Mit ihrem 33 m hohen Turm ist sie
weithin sichtbar. Auffällig ist, dass er einem Minarett ähnelt. Grund hiefür ist wohl, dass der Baumeister
lange Zeit im Orient lebte. Die Inneneinrichtung zeigt beachtliche Jugendstilelemente, die vor der Jahrhundertwende eingebaut
wurden.
Die katholische Kirche St. Bartholomäus ist einer der ältesten Kirchenbauten in Rheinhessen. Dies beweist der
iroschottische Türsturz. Früher war die Kirche bestandteil der Propstei Pfaffenhofen, die zum Koster Maximin bei
Trier gehörte. Der kunsthistorisch bedeutsame Türsturz zeigt zwei zugekehrte reiherartige Vögel mit Fischen
in den Schnäbeln. Über die Symbolik sind die Wissenschaftler nicht einig.
Weiter ist das alte Feuerwehrgerätehaus zu nennen, das von 1896 bis 1981 dem Brandschutz diente.
Außerhalb von Schwabenheim ist vorallem das Landschaftsschutzgebiet "Pfauengrund" sehenswert. Bei einer Wanderung durch die Weinlagen "Klostergarten", "Sonnenberg" und "Schloßberg" bieten sich vielfältige Aussichtsmöglichkeiten.
Interessant sind auch die "Steinweller" (Steinwälle) oder auch Lesesteinriegel. Diese wurden von Generationen von Winzern aus Steinen aufgeschichtet. Die Steine störten bei der Bestellung der landwirtschaftlichen Nutzfläche und wurden per Hand aufgesammelt (gelesen) und zu Haufen aufgeschichtet. Teile davon wurde in früherer Zeit als Baumaterial für den Straßenbau verwendet. Inzwischen sind die Steinweller jedoch denkmalgeschützt. Zu finden sind die "Steinweller" vorallem im Bereich des "Sonnenberges".